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Mord im weißen Haus > Goto Movieweb
Mit:
Wesley Snipes, Diane Lane, Dennis Miller, ...

Regie:
Dwight H. Little

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Trailer

Kritiken:
[more to come]

[NEWS] Über Wesley Snipes sagte ich schon bei "Auf der Jagd", daß ihm die Kraft, die Ausdrucksstärke fehlt, einen Film zu tragen. In meinen Augen. Trifft eigentlich auch hier zu, aber da ist die Geschichte so vielschichtig und verzweigt, daß man darüber hinweg sehen kann.

Als Zuseher fühlt man sich ständig in die Irre geleitet und teilt nach und nach immer mehr das Gefühl, daß hier ordentlich intrigiert wird und eine Verschwörung im Gange ist. Kennen wir? Ja, klar, das ist die Flutwelle, ausgelöst durch "Akte X", die uns mit derartigen Mystery-Stories überrollt. Gut, hier sind keine Außerirdischen im Spiel, aber die Kult-Serie spielt ja auch zu einem guten Teil mit höchst irdischen Verwicklungen.

[Apropos "Akte X - der Film" startet heute, am 19. Juni, in den USA und am 31. Juli in Österreich. Muß ich sehen! ;-)]

Hoppla, vielleicht will ja auch jemand wissen, worum es geht - wenn nicht der Titel ohnehin reicht. Die Leiche einer jungen Frau wird im weißen Haus gefunden, und aufgrund der Möglichkeit daß vielleicht die Präsidentenfamilie in irgendeiner Form involviert ist oder durch voreilige Schlüsse zu unrecht in Verdacht kommen könnte, läuft damit auch eine gut geschmierte Vertuschungs- und Ablenkungsmaschinerie an. Doch irgendwie drängt sich der Gedanke auf, daß hinter dem Verbrechen doch mehr politische Hintergründe zu erwarten sind... Zu schnell legt die Regierung den Fall ad acta - nur ein Detective in Gestalt von Wesley Snipes läßt sich damit nicht zufrieden stellen...

Der Film verfügt über ein gutes Tempo, einige Action-Szenen sind so zwischen gestreut, daß der konspirative und aufgrund dessen eher ruhige Teil nicht langweilig werden kann. Angenehm ist auch der Präsident (mit einer Gattin, die locker als Hillary-Kopie durchgehen könnte) mit eher pazifistischen Zügen, der den aggressiven Tendenzen seiner Berater nicht nachgibt - wenngleich er schon etwas zu schwächlich und naiv dargestellt wird.

Also, eigentlich dachte ich mir, daß es sich um einen langweiligen, klischeeüberladenen, kitschigen Film handelt, der noch dazu mit einer Hauptfigur aufwartet, die mir nicht unbedingt zusagt. Schön, daß ich mich geirrt habe - so ist es mir sogar gelungen, etwas Positives an Snipes zu finden. ;-)


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Last Update: © madLoOm 19.06.1998