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John Carpenter's Vampires > Goto Movieweb
Mit:
James Woods, Daniel Baldwin, Sheryl Lee, Maximilian Schell, ...

Regie:
John Carpenter

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Trailer

Kritiken:
[more to come]

[NEWS] John Carpenter läßt's offen, ob er es satirisch meint, oder ob ihm ernsthaft daran gelegen war, dem Genre Vampirfilm neue Seiten abzugewinnen. Ich seh's als Satire, und nur so funktioniert der Film ganz gut, sonst müßte ich sagen, daß er abgrundtief schlecht wäre, kaum spannend und ungemein voll von Klischees.

So würde ich meinen, daß es ihm bestens gelungen ist, das lächerliche des "echten Mannes" nach außen zu kehren, sichtbar zu machen, wie seltsam das Verhalten des sogenannten starken Geschlechts oft ist.

Und er hat sich standhaft der "political correctess" widersetzt, es gibt keinen Schwarzen oder eine andere Minderheit vertetenden Schauspieler in einer tragenden oder auch nur irgendwie bemerkenswerten Rolle, Frauen sind alle nur Opfer und Gewalt scheint als Mittel, um voranzukommen, legitim. In der deutschen Fassung werden die Vampire auch immer als Homosexuelle beschimpft, zudem unterläßt James Woods, der den Vampirjäger Jack Crow gibt, kaum eine den Sadomasochismus betreffende sexuelle Anspielung. Eigentlich zum Schreien, wenn er die Vampirjagd als aufgeilend betrachtet.

Anders dafür das Verhalten der Vampire. Der "Meister", der Obermotz der Viecher atmet schwerer als Darth Vader und ist von seinem Erscheinungsbild her nun absolut keine Innovation, ebensowenig das kitschige Auftreten der humanoiden Fledermäuse.

Alles in allem jedenfalls ein ganz witziger Film, der keine Scheu vor Blut hat und wohl von der Intelligenz der Zuseher ausgeht, daß sie in der Handlung kein Vorbild für's reale Leben sehen, sondern sich einfach nur berieseln lassen wollen.

Die Schauspieler, über die sollte ich mich auch noch auslassen. James Woods, früher von mir aufgrund seiner irgendwie arroganten Erscheinung gehaßt, gefällt mir immer mehr, unterstreicht die in meinen Augen ironische Präsentation von Männlichkeit, Daniel Baldwin wirkt manchmal zu passiv, aber das hat die Rolle wahrscheinlich auch von ihm verlangt. Sheryl Lee ist vor allem wunderschön, ansonsten stolpert sie nur durch die Handlung, kann man ihr aber nicht vorwerfen. Ziemlich unntöig ist Maximilian Schells Auftritt, der ja wohl am ehesten den Klischees entspricht, und vor allem daß er sich selbst und zwar öußerst nuschelnd synchronisiert hat.


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Last Update: © madLoOm 21.07.1999