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Shorties |
Kurzkritiken |
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ICE AGE |
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[News] Normalerweise halte ich mich ja mit Lob von wegen
etwas wäre das Beste aller Zeiten sehr zurück, aber in dem Fall muss ich den
[im wahrsten Sinne des Wortes ;-)] Running Gag von "Ice Age", das oben abgebildete
Eichhörnchen, zumindest zu den besten aller Zeiten rechnen. Einfach genial, da
können die Hauptfiguren nicht immer mithalten, auch wenn sie sehr unterhaltsam
rüberkommen.
Auch wenn "Ice Age" wie die meisten computeranimierten Filme zur Zeit in jeder
Hinsicht hohe Qualität bietet, vom optischen bis zur Story, kann er nicht so
ganz mit "Shrek" mithalten, dazu ist er zu brav -
was aber den Spaß nicht allzu sehr mindert. |
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JURASSIC PARK III |
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[News] Normale Menschen versuchen
ja schon einmal die Werbung zu vermeiden und kommen prinzipiell
eine Viertelstunde später zum Film. Na ja, so normal bin ich
wohl nicht. Alle Menschen sollten dieses Mal aber noch mindestens
eine Viertelstunde dranhängen, denn sämtliche "Vorgeschichte",
bevor es also auf der Insel der Dinosauerier losgeht, ist,
sagen wir's einfach, Scheisse, unnötig wie ein Kropf.
Jedem ist klar, dass es irgendwie zur Action kommen wird,
und wenn einem schon nichts Gutes dazu einfällt, könnte man
auch gleich erklärunglos - oder wenigstens rasch - ins
Geschehen einsteigen.
Und das heisst seit dem ersten Teil: Dinos lebendig zu sehen,
sich von den Meistern der Special Effects überzeugen zu lassen,
dass es sich nicht um computergenerierte Wesen handelt, was
bislang auch sehr gut gelungen ist. Bloß gab's halt in Teil eins
noch eine halbwegs funktionierende Story rundum.
Da ihnen für den dritten Teil wohl nichts mehr eingefallen
ist, haben sie ein weiteres Novum in die Serie eingeführt, den
Humor. Man blödelt sich eher durch den Dschungel, und das ist
auch gut so, schliesslich will der Film nicht mehr als unterhalten.
So hat man tatsächlich was zu lachen und kann gleichzeitig
noch die gut animierten Viecher beobachten. Selbst wenn sie
längst den Reiz des Neuen verloren haben, wirken sie noch immer
sehr eindrucksvoll.
"Jurassic Park III" hat also gerade noch gerettet, was es
zu retten gab. Der Film lässt natürlich offen, dass noch ein
vierter Teil kommt. Ich hoffe aber, dass sie sich und uns
den ersparen, damit die Serie wenigstens in halbwegs guter
Erinnerung bleibt...
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LITTLE NICKY |
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[News] Little Nicky ist ein ganz
großer Reinfall. Es war noch nicht mal Anarchoblödelei, wo man
über dämlichste Witze lachen hätte können. Die Gags haben einfach
nicht funktioniert. Ein paar waren sehr gut, aber die meisten haben
nicht einmal ein Lächeln oder Grinsen provoziert.
Dabei war das endlich mal ein Streifen, der das Gut-Böse-Gefüge
wenigstens ein bisserl durcheinander brachte, und nicht mit Gottestreue
auftrumpfte.
Und was dafür an Schauspielern verheizt wurde! Harvey Keitel!
Patricia Arquette! Sogar Quentin Tarantino! Und die halbe Blödelbranche
gab sich auch in Kurzauftritten die Blöße.
Meine Hoffnung ist halt, dass da beim Synchronisieren das meiste
vom Spaß verloren ging...
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MEINE BRAUT, IHR VATER UND ICH |
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[News] Der Trailer war ja
eigentlich nicht so gut. Es sah wieder einmal nach Slapstick
und maßloser Übertreibung aus, so dass selbst so klingende
Namen wie Robert De Niro die Erwartungen nicht wirklich
hoben... Sicher auch ein Grund dafür, dass ich dann doch
sehr positiv überrascht war.
Der Film besteht nämlich nicht nur aus Slapstick,
sondern behält sich auch viel Wortwitz vor, selbst wenn
das Spiel mit Ben Stillers Filmnamen als Running Gag
mit der Zeit ziemlich ausgelutscht wirkt - aber nicht
unbedingt unlustig.
Wie schon in
"American
Beauty" (und dutzenden Filmen davor) wird jedenfalls
die spiessig-materialistische Überwachungsgesellschaft
der Amis gehörig aufs Korn genommen, verdientermaßen.
Und, ja, Robert De Niro, der gute, meist eher
humorlose Rollen spielende, tja, er ist halt einer
der besten Schauspieler. Und obwohl er sehr sparsam
mit Mimik und Gestik umgeht - oder grade deswegen -
ist er ein fabelhafter Komödiant.
Warum die Botschaft, kiffen sei negativ, dennoch
unwiderlegt bleibt, ist mir unverständlich... Aber
gut, zuviel muss man sich ja auch nicht erwarten. ;-)
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NATÜRLICH BLOND |
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[News] Es ist ganz witzig, wie sich
dieser Film, der Klischees widerlegen will, sich selbiger bedient,
um Pointen zu schaffen. Absicht? Eher typisch amerikanisches
Mainstreamkino...
Gelegentlich blitzt auch sowas wie Geist auf, scharf, fast böse,
aber die meiste Zeit über schmeichelt er sanft den Lachmuskeln. Welche
besonders Hauptdarstellerin Reese Witherspoon unendlich strapazieren
musste - womit sie ihre Rolle aber auch hervorragend spielt.
Am schlimmsten ist wohl die Musik geraten, die den ohnehin
schon schrill geratenen Film noch übertrifft... Aber egal, denn
bekanntlich "sind vor dem Gesetz alle blond"... |
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O BROTHER, WHERE ART THOU? |
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[News] Homer. Odysseus. Amerika
der 30er oder 40er Jahre. Finde den Begriff, der nicht dazu gehört.
Falsch! Seit dem Jahr 2000 bestehen da gewisse Parallelen und geschaffen
haben sie die Gebrüder Coen. Sie haben Homer gewissermaßen adaptiert,
natürlich mit entsprechender künstlerischer Freiheit und dem für
sie typischen, schrägen Humor.
Ich habe
"Odysseus"
(Buch
bei amazon.at bestellen) nicht gelesen, und muss gestehen, die
Geschichte nur rudimentär zu kennen, hatte aber dennoch Spass daran.
Auch wenn es stellenweise etwas fragwürdig war, was uns der Film sagen
will - das kann aber eben daran liegen, dass ich das Buch nicht kenne.
Hauptrolle spielen drei ausgebrochene Sträflinge auf ihrer Tour
durch den Mittelwesten der USA, um die Beute eines Bankraubs zurück
zu holen. Dabei treffen sie allerlei seltsame Gestalten, von Politikern
im Wahlkampf (frappant an aktuelle Protagonisten nicht nur in
Österreich erinnernd) über wundersame Frauen am Fluss bis hin zu
einer Veranstaltung des Ku-Klux-Klans. So ganz nebenbei und ebenso
unbewusst machen sie auch noch Karriere als Popstars.
John Turturro, Tim Blake Nelson und George Clooney (Reihenfolge
wie im Bild), grimassieren sich unter anderem dümmlich grinsend,
tanzend, sich wiederholend durch die Handlung, gebannt auf farblich
sehr verfremdetes Zelluloid, untermalt von alter Country-Musik und
Gospel-Songs.
Grotesk gut.
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PEARL HARBOR |
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[News] Jep, Jerry
Bruckheimer und Michael Bay in voller Aktion, wer etwas
anderes erwartet hat, ist wahrlich selbst schuld.
Was das heisst? Patriotismus und Selbstbeweihräucherung
bis zum Abkotzen, Geschichtsfälschung pur, Special Effects
der Superlative, mittelmässige Schauspieler, eine Story,
die Dich bei den Gefühlen packt, ein Budget und eine
Werbekampagne ausserordentlichen Ausmaßes.
Wenn man sich darüber von Anfang an im klaren ist, und
dementsprechend denkzellenlos hingeht, ist's durchaus
kurzweilig und halt - keine Frage - umwerfend in Szene
gesetzt.
Nur nicht über die transportierte Ideologie aufregen
(auch wenn sie wahrscheinlich tragischerweise voll von einem
guten Teil des Publikums übernommen oder geteilt wird), sondern
besser drüber Ablachen - das ist er nicht wert, sich davon
die Stimmung verderben zu lassen. ;-)
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Last Update: © madLoOm 08.04.2002
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