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Mit:
Bruce Willis, Toni Collette, Olivia Williams, Haley Joel Osment, ...

Regie:
M. Night Shyamalan

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Kritiken:
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[NEWS] Kaum zu glauben, aber "Der sechste Sinn" ist Bruce Willis' zweiterfolgreichster Film... Und noch dazu der mit dem zweitbesten Kassenergebnis 1999 nach "Star Wars - Episode 1". Kein Action-Kracher, kein Special Effect-Film, ein ganz ruhiger Psychothriller...

Und er hat auch wirklich Spass gemacht, selbst wenn einige meinten: "So a schass." Aber wen wundert's, dass sind jene Typen, die einen Namen sehen, und dann gleich ins Kino rennen, ohne auch nur einen blassen Schimmer davon zu haben, was sie erwartet. Und dann fällt ihnen die Kinnlade bis auf die Schultern des Vordermanns, wenn Brucie nicht wieder alle niedermetzelt, wie wir's doch von ihm gewohnt sind...

Zugegeben, ich wusste auch nicht wirklich, was mich erwartet, aber dass kein Action-Movie würde, war irgendwie klar. Und auch mich reizte, dass Bruce Willis mitspielt, er hat 'ne Menge guter Filme unterschiedlichster Genres gemacht: "Stirb langsam", "Pulp Fiction", "Das 5. Element", "12 Monkeys" etc... Schon ziemlich geile Streifen.

Ok, zurück zu "Der sechste Sinn"... Scheisse, ich darf nicht zuviel verraten, weil's mal wieder ein Ende gibt, das nicht unbedingt gleich zu Anfang zu erraten ist. In dem Punkt war 1999 ein reiches Jahr. :-)

Drei Zutaten machen den Film so gut: Haley Joel Osmont, der Cole, den kleinen Jungen spielt. Bruce Willis, der den Psycho-Doc gibt, und die Story, übrigens auch vom Regisseur M. Night Shyamalan. - Wenn er will, dass ich mir seinen Namen merke, muss er sich allerdings noch anstrengen.

Der Junge: Wir haben hier wieder einen Film jener Spezies vor uns liegen, der seine unsichtbaren Arme ausstreckt, und damit die Zuschauer dort trifft, wo die Gänsehaut am schönsten den Rücken runterkommt... Tief drinnen, in Deinem Kopf, wo jene Ängste verborgen sind, die nicht ein bluttriefendes Monster brauchen, um Dein Herz zum Stillstand zu bringen...

Wenn da ein Beteiligter Mist baut, ist gleich alles im Arsch. Und grade an Haley Joel Osmont hängt hier der gesamte Erfolg. Denn er muss uns diese Furcht, die ihn die ganze Zeit bedrängt, glaubhaft vermitteln. Und das schafft er, ganz hervorragend sogar. Es gibt (fast) kein hysterisches Gekreische, einfach nur seinen Gesichtsausdruck, vor allem seine Augen offenbaren allen Schrecken, der ihm widerfährt.

Bin ja neugierig, was er sonst noch auf dem Kasten hat - zwei Filme mit ihm sollen in diesem Jahr folgen.

An seiner Seite: Der Mann, Bruce Willis, ein, wie sagt man so schön?, vom Schicksal schwer gebeutelter Kinderpsychologe, der sich des Jungen annimmt, ohne dabei seiner eigenen Krise genügend Aufmerksamkeit zu widmen.

Er enttäuscht mal wieder all seine Waffenbrüder. Er rennt nicht rumm, er schiesst nicht, ja, er bewegt sich eigentlich überhaupt eher langsam, er liest(!), und es kommen ihm tatsächlich mal die Tränen, bloss wegen eines Jungen...

Manchmal meint man, er wäre gar nicht wirklich da, so zurückhaltend legt er sein Spiel an. Aber um so eindringlicher bleiben dann seine Treffen mit dem Jungen, im Gedächtnis.

Die Story: Psychiater wird von ehemaligem Patienten angeschossen, weil er beim Versuch, ihm zu helfen, versagte, und ihn im Stich gelassen hat. Einige Zeit später trifft er auf einen Jungen, der ähnliche Probleme zu haben scheint, wie der "verlorene" Patient. - er sieht eine zweite Chance. Er schliesst den Jungen ins Herz, hält ihn für hoch intelligent und sensibel, dennoch weiss er nichts damit anzufangen, dass der Junge angeblich Tote sieht...

Wer's genauer wissen will, findet dazu sicher Infos unter einem der Links. :-)

Das witzige ist, dass die Story auch wirklich funktioniert, obwohl alles ungemein steif und steril wirkt, gelegentlich sogar zu pathetisch - es kommt nicht billig rüber. Nur die Musik von James Newton Howard provoziert einige Male zu offensichtlich den Nervenkitzel, der auch so, durch die Szene alleine ausreichend vorhanden ist.

Ausserdem hatte zumindest ich irgendwie das Gefühl, als würde nichts weitergehen - und zwar dennoch im positiven Sinne. Schritt für Schritt und ohne sich stören zu lassen erzählt der Regisseur seine Geschichte, und erst allmählich beginnt man den Sinn von allem zu erahnen - da das, was man von Anfang an erwartet, ja schlussendlich gar nicht eintritt.

Trotzdem, auch wenn ich den Film großartig fand, irgendwas, irgendeine Kleinigkeit stört mich daran, und ich kann noch nicht mal sagen, was das sein soll...

Ach ja - schwerer Fehler von George Lucas - er hatte Haley Joel Osment als Anakin Skywalker für "Star Wars - Episode 1" gecastet, und nicht genommen...


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Last Update: © madLoOm 05.01.2000