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[NEWS] Die kleine Gertie aus
E.T.,
Drew
Barrymore, wird gleich in den ersten zehn Minuten abgeschlachtet, der
maskierte Dreckskerl, der einen Teenager nach dem anderen (und ein paar andere)
abmeuchelt, wird von seinen Opfern jedes Mal halb verprügelt (kein Wunder,
daß er sauer wird), gute Musik unterlegt den Film und praktisch jedes
Klischee des Horrorfilms wird ausgeschlachtet. Aber, hey, das ist nicht ein
x-beliebiger Splatterfilm (dazu ist er auch schon wieder zu harmlos), in dem
ein debiler Killer eine großbusige Heldin jagt, die anstatt durch die
Eingangstüre zu flüchten, die Stiege raufrennt (so oder ähnlich
wird das Genre von einem der Charaktere definiert). Nein, Wes Craven, der
selbst schon eine Menge dieser dämlichen, schön-schaurigen Werke
ablieferte, hat dieses Mal aus allen bekannten Horrorfilmen eine Satire
zusammengemixt, die es trotz allem fertig bringt, ein Horrorfilm zu bleiben.
Gut, ich habe sicher mehr gelacht, als mich gefürchtet - aber das war keine
unfreiwillige Komik, spannend war er aber trotzdem.
Im Prinzip kennen wir alle den Jungen, der bei seinem Mädchen beim
Fenster einsteigt, den fälschlich beschuldigten Mörder, die
neugierigen Fernsehjournalisten, die ungläubigen Freunde, die partygeilen
Teenager - hier also noch einmal aufbereitet, mit einem derartigen Hang,
anzuerkennen, daß diese Story eigentlich Mist ist, daß sie
schon wieder gut wird. Und Wunder Nummer zwei, auch wenn der Film genretypisch
vorhersagbar ist, kann man doch mit einigen Überraschungen rechnen, oder
zumindest überlegen, wie Wes Craven das eigentlich offensichtliche zu
verkompliziert, und so falsche Fährten legt.
Keine Sorge, es gibt auch genug bieder-amerikanische Philosophien, die
transportiert werden, aber auch hier mit einem Schuß Selbstironie.
Die Polizei ist doof, die Bude sturmfrei, die Mutter eine Schlampe, das
Handy immer verfügbar und Menschen sehen prinzipiell im Inneren besser
aus, zumindest sind sie dort für den Laien alle gleich. Oh, und bitte,
hab´ immer ein Motiv für einen Mord, erkläre es nicht mit einem
laschen Begriff aus der Psychologie, das glaubt Dir sowieso keiner.
Der Inhalt? Oh, den verrate ich nicht. Habe ohnehin schon genug
angedeutet. Tip: Einfach ansehen. Soundtrack cool, Effekte gut, Ensemble
super, Buch gar nicht so blöd. Und wenn er Dir zu kurz ist: Im Dezember
läuft in Amerika der zweite Teil an...
Oh, und bitte: Bei der heutigen, drogennehmenden und rumhurenden Jugend
kann man wirklich vor nichts mehr sicher sein - meinen jedenfalls der
Sheriff und der Schuldirektor. Ist das nicht cool? |