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[NEWS] "Planet der Affen"... Wenn
man sich so umsieht, fragt man sich, wieso der Film eigentlich
im Genre Science fiction firmiert... Jedenfalls vom Titel her
wäre durchaus auch eine Dokumentation zu erwarten. - Dokumentation
ist es auch in gewisser Weise, nämlich davon, dass Tim Burton
offensichtlich in einer finanziellen Krise ist, ansonsten hätte
er, so hoffe ich, niemals die Regie zu diesem Film übernommen.
Zwar hat er die Darsteller der Affen wirklich gut animiert, so
dass sie sich nun wesentlich mehr entsprechend ihrer Art gebärden,
als in den Originalfilmen - das Beklemmende und die Qualität selbiger
ging aber dennoch verloren.
Zugegeben, die alten Filme waren zum Teil sehr trashig und auch
vom Inhalt her gelegentlich fragwürdig - mit absteigender Tendenz
bis zum letzten Film, so weit ich mich erinnere. Aber man kann sich
ihrer Wirkung nicht entziehen, zu mal ja vor allem die Handlung nicht
auf einem fremden Planeten statt findet, sondern auf der Erde.
Die aktuelle Version dagegen lässt einem höchstens ob der
Banalität und der Talentverschwendung verzweifeln, zumindest wenn
man in der Erwartung einer guten Story ins Kino geht. Begnügt man
sich mit dem audiovisuellen, dann wird man gut bedient.
Die Maske der Affen ist geradezu genial, und ihr Habitus, wie
schon erwähnt, fantastisch. Manchmal vergisst man wirklich, dass
dahinter Menschen stecken. Einzig die Frage, warum die weiblichen
Affen langes Haupthaar haben und die Offensichtlichkeit von Gut
und Böse sind zu kritisieren.
Aber die Handlung! Es ist schon einmal anfangs völlig unklar,
wieso Affen versuchsweise eingesetzt werden, wo doch die Technik
völlig reichen würde. Die Charaktere erscheinen flach und die
Erzählung geht atemlos weiter, man kann sich irgendwie nicht
"einleben".
Und man sollte meinen, dass mittlerweile begriffen wurde,
dass man im Team viel mehr bewirken kann, aber die Hörigkeit
gegenüber Führern scheint ungebrochen. Es ist geradezu grotesk,
wenngleich wahrscheinlich aber auch realistisch, fürchte ich,
wie sehr die Menschen in diesem Film darauf warten, dass jemand
die Initiative ergreift.
Die Geschichte wird völlig unbeeindruckt erzählt, nichts
wird hinterfragt. Da landet ein Mensch aus der heutigen Zeit
auf einem Planeten, auf dem die Menschen dem Primaten untertan
sind, und irgendwie lässt ihn alles kalt, er will nur zurück.
Immerhin, der Schluss ist ganz gut gelungen, er bringt doch
noch ein Stück Beklemmung - und droht ganz offensichtlich eine
Fortsetzung an...
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