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Projekt: Peacemaker > Goto Movieweb
Mit:
George Clooney, Nicole Kidman, ...

Regie:
Mimi Leder

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Trailer

Kritiken:
[more to come]

[NEWS] Hey, wer sagt, daß Frauen nicht auch Actionfilme machen können. ;-) Irgendwie seltsam, aber obwohl zum Beispiel Kathryn Bigelow mit "Strange Days" und anderen schon tolle Filme dieses Genres vorlegte, war es eine Überraschung, mal wieder einen weiblichen Namen an der Stelle des Regisseurs zu sehen. Keine Sorge, ich bin der letzte, der alten Traditionen und Konventionen nachläuft und würde mir ein ausgeglichenes Verhältnis unter den Filmemachern wünschen - es ist bloß eine bemerkenswerte Seltenheit.

Mimi Leder hat relativ viel aus dem Stoff herausgeholt, wenn auch einige Ungereimtheiten bestehen. Das Tempo stimmt, die Stars sind gut geführt. Und Nicole Kidman kann an ihre Leistung aus "To Die For" anknüpfen, wirkt wie eine Schauspielerin, nicht wie eine Puppe - sie scheint sogar unterfordert. George Clooney ist wie üblich der stürmische, schürzenjagende, sprücheklopfende Macho, eine Rolle, die ihm gar nicht so schlecht steht, von der er aber auch nicht so schnell loskommen wird.

Neben der weiblichen Kontrolle ist auch das Thema außergewöhnlich gewählt: Weniger der Diebstahl einer Atombombe als vielmehr das Kreisen ums ehemalige Jugoslawien stechen da ins Auge. Ein heikles Thema, das souverän behandelt wurde. Dafür sind die "Guten" etwas zu rasch mit der Waffe zur Hand und zum Töten bereit. Aber es ist ja nur eine Geschichte und zeigt immerhin, daß auch die "Guten" nicht perfekt sind - wenngleich es weiterhin nur den Bösen vorbehalten bleibt, zu rauchen. Immerhin geht es dem Attentäter ausnahmsweise nicht so sehr ums Geld, sondern eher um Vergeltung. Ein edleres Motiv, oder?

Der starken Frau hinter der Kamera ist es aber nicht gelungen, der weiblichen Hauptrolle auch die entsprechende Präsenz zu verschaffen. Kidman ist zwar der Boss, aber Clooney ist der, nach dem es schließlich geht. Er ist stets gelassen, sie immer ein Nervenbündel. Deshalb erscheint es manchmal auch ganz logisch, daß Clooney sich ihr nicht "unterwerfen" kann.

Gelungen ist auch die Adaption von Bratislava als Wien. Wohl nur Wiener oder Kenner von Bratislava werden erkennen können, daß hier eine andere Stadt statt dessen genommen wurde - weil sie halt billiger ist. So wurde Wien schon zu Paris und jetzt halt Bratislava zu Wien. ;-) Da aber überall die Trafik-Schilder auftauchen, die Autos Wiener Kennzeichen haben und man Römerquelle, Gösser und Almdudler sehen kann, wirkt das schon überzeugend. Und abgesehen von einer riesigen Anzahl Fiaker sind die Amis in diesem Fall auch keinem Klischee aufgesessen.


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Last Update: © madLoOm 15.11.1999