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Ocean's Eleven

"Elf ehemalige Kriegskameraden rauben sämtliche Spielcasinos von Las Vegas aus. Versuch einer Gaunerkomödie. Große Starbesetzung, kleiner Regieerfolg." Ebenso schmallippig wie sarkastisch urteilt das rororo Filmlexikon damit über den Klassiker "Frankie und seine Spießgesellen".

Selbiges könnte man jetzt auch dem Remake bescheinigen. Auch wenn’s dort in Details etwas anders lang geht. Apropos lang. Lang dauert's, bis Mr. Ocean seine Elf beieinander hat und man die ganz speziellen Fähigkeiten der einzelnen Herren kennen lernt – vom Sprengstoffzauberer bis zum Schlangenmenschen. Am längsten dauert's, bis zu all den Assen eine Herzdame ins Spiel kommt.

Denn der Supercoup – mit dem die coolen Gentlemangangster die Spielbanken eines öligen Kotzbrockens listen- und tückenreich ihrer 150 Dollarmillionen berauben möchten – geschieht aus Liebeskummer. Diesen verspürt George Clooney, indem er seiner Exfrau Julia Roberts nachtrauert, die sich ihrerseits beim mafiösen Schleimi Andy Garcia eingenistet hat.

Doch Georgie Boy weiß immerhin Freunde wie Brad Pitt, Matt Damon, Eliott Gould an seiner Seite. Worauf es kommt, wie's einst mit dem Rat Pack Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis jr. und Angie Dickinson kommen musste.

Man könnte Soderberghs Bemühungen, nach "Traffic" eine liebenswert-amüsante Harmlosigkeit mit hohem Glamourfaktor herzustellen, als Wiedergutmachung für die atem- und schlafraubende Wirkung des mit dem Regie-Oscar bedachten Drogenthrillers sehen. Im vorliegenden Krimiabenteuer der augenzwinkernden Art darf man hingegen zwischendurch auch etwas dösen. Für jene Szenen aber, in denen die Hollywoodkings Clooney und Pitt das Kunststück üben, Paarlauf und Zweikampf mittels einander übertrumpfender Coolness auf einen Nenner zu bringen, lohnt Wachbleiben.