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Die letzte Festung

Abenddämmerung einer Lichtgestalt . . . Wem nicht schnuppe ist, dass Robert Redford mit diesem Sozialreißer unter einem Unstern steht, sollte den Film besser meiden. Wer bisher die beachtliche Karriere des Stars mit Sympathie und Respekt verfolgt hat, könnte sich dabei sogar weh tun.

Was mag den sensiblen, sich stets auch intellektuell positioniert habenden Darsteller faszinierender Charaktere bewogen haben, bei einer knarrenden Militärschnulze voll falscher Töne, Ideale und Pflichtgefühle mitzumachen? Die Habt-Acht-Story: Redfords Märtyrer in Uniform war zwar noch vor kurzem Drei-Sterne-General, nun jedoch – weil er Schuld auf sich nahm – als Militärgefängnisinsasse degradiert und den Mithäftlingen gleichgestellt. Diese aber wollen ihm gegenüber – nur aus Respekt? – das verbotene Salutieren nicht lassen. Drum gibt’s Ärger.

Vor allem mit dem sadistischen Gefängnisdirektor Winter, der kein Mittel auslässt, den Stolz seines prominenten Gefangenen zu brechen und dessen Bewunderer zu demoralisieren. Das Machtspiel zwischen den beiden Männern eskaliert zum ungleichen Duell – bis sich der Ex-General seiner strategischen Talente besinnt und Winter den Krieg erklärt. Moral: Generäle sind auch Gutmenschen, Weicheier schälen sich selbst und ewig weht das Sternenbanner . . .