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Mit:
Elijah Wood, Ian McKellen, Viggo Mortensen, Sean Astin, Liv Tyler, Cate Blanchett, John Rhys-Davies, Ian Holm, Christopher Lee, ...

Buch:
J. R. R. Tolkien

Regie:
Peter Jackson

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Kritiken:
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[NEWS] Ich geb's zu, ich bin grade erst dabei, den ersten Teil des Buches zu lesen. Nicht, weil es mich nicht schon vor dem Film interessiert hätte - nicht, weil es mich bloß wegen des Films nun mehr interessiert, sondern weil das einfach der passende Zeitpunkt war, um nachzuholen, was ich so lange versäumt und mir immer vorgenommen hatte. Denn Fantasy-Fan bin ich schon seit Ewigkeiten...

Bevor ich nun von Harcore-Tolkien-Fans gelyncht werde, bitte ich um Gnade, ich weiss das Werk durchaus zu schätzen, auch wenn ich ihm nicht die Bedeutung zumessen würde, die es scheinbar für viele Menschen hat.

Das Problem von "Herr der Ringe" ist, dass es als Urvater der Fantasy wie ein Abklatsch zahlreicher anderer Fantasy-Produkte wirkt, die zwar erst nach ihm und aufgrund dessen entstanden, aber eben von mir zuerst konsumiert wurden. Es ist schwer, sich im Bewusstsein zu halten, dass dies eigentlich das Original ist.

Nur in dem Wissen kann man der Geschichte wirklich viel abgewinnen, da es sonst eben wie ein Sammelsurium des Fantasy wirkt. Aber selbst dann fragt man sich, weshalb es von vielen derart verehrt wird - auch wenn es bei "Star Wars" etc. ähnlich sein dürfte, die Qualität kann's nicht sein.

Natürlich ist es faszinierend, in eine erfundene und doch durchdachte künstliche Welt einzutauchen - niemanden fesselt das so sehr wie mich, ich würde alles geben, um diese Fähigkeit zu haben. Tolkien ist das durchaus gelungen - aber es zieht sich irgendwie... Und die Spaltung in gut und böse ist zu deutlich, die Geschichte irgendwie zu brav.

So gesehen konnte Film trotz meiner Liebe zum Genre mein Herz nicht erobern. Es fehlte dieses intensive Gefühl, dass mich bei den für mich wirklich guten Filmen erfüllt. Das lag vielleicht an dem kühlen Erscheinungsbild, den blassen Farben - aber irgendwie gelang es nicht, mit den Charakteren wirklich mitzufiebern, auch wenn sie durchaus gut besetzt sind.

Genug lamentiert - Peter Jackson hat wahrscheinlich das beste draus gemacht, denn Tolkien zu verfilmen ist selbst mit den heutigen technischen Möglichkeiten ein Grenzgang... Das Buch ist einfach ein anderes Medium. Insofern sind auch alle Abweichungen davon nicht nur verständlich, sondern sicher auch notwendig gewesen.

Unglaublich auch, was die Designer geleistet haben, um die Schauplätze und Kreaturen zu schaffen... Und hier wurden die modernen technischen Möglichkeiten auch wirklich genutzt, um atemberaubende Kamerafahrten und Landschaften zu kreieren.

Vergleicht man "Herr der Ringe" noch dazu mit anderen Filmen des Genres, so wird er sich mühelos an die Spitze setzen können, nicht nur weil's da kaum Herausragendes gibt. *g* Endlich ein Film, der Zwerge, Elfen und andere Wesen des Fantasy so visualisiert, dass man nicht ob der Peinlichkeiten oder miesen Qualität im Kinosessel versinken möchte.


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Last Update: © madLoOm 09.01.2002