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Mit den Stimmen von:
Ming Na, Alec Baldwin, Ving Rhames, Steve Buscemi, Donald Sutherland, ...

Regie:
Hironobu Sakaguchi

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Trailer

Kritiken:
Film.at
[more to come]

[NEWS] Mir kommt jetzt noch die Gänsehaut, wenn ich an "Final Fantasy" denke. Die Computergrafik war einfach zu genial. Ich möchte zwar nicht schon wieder den audiovisuellen Orgasmus bemühen, aber hier trifft er wieder einmal zu - ein heftiges Feeling. Die Szenenbilder sind unglaublich realistisch geworden, und wer die Darstellung der Menschen kritisiert, der ist nun wirklich kleinlich.

Nie zuvor wurden Menschen so gut simuliert. Natürlich ist's noch nicht perfekt, die Bewegungen stimmen noch nicht, und an Emotionen, sprich, Mimik, mangelt es den virtuellen Wesen ebenfalls. Aber in dem Wissen, wie schwer es ist, dies nachzubilden und dem bisherigen Stand auf dem Gebiet, ist das Ergebnis einfach enorm ausgefallen. Jedes einzelne Haar, bis hin zum Bart, ist erkennbar, die Haut von Pigmenten übersät, so dass man gelegentlich fast vergisst, nur Grafiken vor sich zu haben... Der Zeitpunkt, da man nur noch mit Mühe, wenn überhaupt, zwischen echten Menschen und deren computergenerierten Abbildern unterscheiden kann, ist beinahe gekommen...

Und spätestens da beginnt man eigentlich zu hinterfragen, was für einen Sinn es macht, das ohnehin existierende perfekt nachbilden zu wollen? Was macht die Faszination aus, Bilder vor Augen zu haben, die zwar völlig real aussehen, aber künstlich geschaffen wurden?

Wenn man nicht aus dem ganzen Potential der Fantasie schöpft... Die Stärke der Technologie ist ja eigentlich, dass man ihr Facetten abgewinnen kann, die in der Realität einfach nicht machbar sind.

Da versagt auch "Final Fantasy"... Dem atemberaubenden Erscheinungsbild wurde eine sehr konventionelle Geschichte zugrunde gelegt, die nur gelegentlich erahnen lässt, wozu diese neuen Möglichkeiten nutzbar sind. Zum Großteil ist es eine Story, die auch mit herkömmlichen Mitteln hätte verfilmt werden können.

Man vermisst die Aufhebung der Naturgesetze selbst durch Banalitäten wie Kamerafahrten oder Betrachtungswinkel. Hier wären der Fantasie keine Grenzen gesetzt, und doch hat man sich in selbige weisen lassen.

Die Handlung strotzt von Pathos und altbekannten Mustern, nichts lässt darauf schliessen, dass man ihr auch nur annähernd so viel Aufmerksamkeit gewidmet hat, wie dem Erscheinungsbild.

Eigentlich hat dieses Manko eine vernichtende Wirkung auf jeden Film, doch hier wird dem eben dieser enorme, noch nie dagewesene Bilderrausch entgegengesetzt, der dies tatsächlich auszugleichen vermag - allerdings nur aufgrund der Pionierleistung. Bei einem weiteren "Final Fantasy"-Film wird dies nicht mehr genügen...

Jedenfalls halt dies alles nichts, um den Film davor zu bewahren, ein kommerzieller Flopp zu werden, jedenfalls im Verhältnis zu den Produktionskosten von 137 Millionen Dollar (kein Wunder bei vier Jahren Entwicklungszeit... Das lässt sich aber wohl vor allem dem Scifi-Genre zuordnen, das nicht jedermanns Sache ist. Die bisherigen computeranimierten Streifen von "Toy Story" bis "Shrek" zogen ausserdem ein altersmässig breiteres Publikum an, waren nicht düster sondern heiter.


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Last Update: © madLoOm 28.08.2001