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Mit:
Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter, Meat Loaf, ...

Regie:
David Fincher

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Trailer

Kritiken:
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[NEWS] Wir haben es hier mit einem Produkt von David Fincher zu tun, seines Zeichens Regisseur und Filmmagier... Zwar nicht mit immer gleichbleibender Qualität, aber dafür um so heftiger bei seinen guten Würfen.

"Alien³" und "The Game" waren eindeutig schwächere Filme, aber "Sieben" und jetzt "Fight Club", das ist nicht mehr Kino, das ist ein versinken in einer anderen Welt, ein freier Fall ins Unbekannte. Und ein permanenter Genuss für Augen, Ohren - und wohl auch für's Gehirn.

Legendär ist schon der Vorspann bei seinen Filmen, die geniale Zerstörtheit bei "Sieben", das leise, sanfte Puzzle bei "The Game" und der Flug durch's Gehirn bei "The Fight Club", jedes Mal unterlegt mit einem geilem Soundtrack - so wie auch der Rest.

Brad Pitt und Edward Norton. Sie haben wohl schon eine gewisse Typisierung erlitten. Obwohl sie immer wieder gute Rollen ergattern, fühlt man sich bei ihrem Spiel an andere Filme von ihen erinnert... Brad Pitt hat dieses Mal eine ähnliche Performance wie in "Twelve Monkeys" (übrigens auch ein cineastischer Orgasmus), und Edward Norton darf ohnehin immer das Milchbubi und den Schläger spielen...

Dennoch, es wird mit den beiden kaum langweilig... Ausserdem erhalten sie Unterstützung von einer herrlich abgefuckten Helena Bonham Carter und einem Meat Loaf, wie man ihn so wahrscheinlich noch nicht gesehen hat.

Was ist nun der Film, worum geht's? Sorry Leute, kein Wort aus meinem Mund, ihr müsst Euch "Fight Club" einfach anschauen, eine Inhaltsangabe würde alles zerstören.

Nur soviel: Mitläufertum und Männlichkeit sind die wahren Opfer der Geschichte, also ein antiamerikanischer Film eigentlich, da dort die Helden vor Männlichkeit geradezu überschäumen und man überall Leader trifft, denen man bedingungslos zu folgen hat. Das ist ja in Europa nicht so verbreitet.

Obwohl - wenn ich mir die letzte Nationalratswahl so ansehe, in Österreich fehlt auch nicht mehr viel, man sehnt sich hier ja auch a bissele nach dem "starken Mann".

Wahrscheinlich hat das eh keiner im Kinosaal kapiert, was mit kahlrasierten Weltraumaffen etc. gemeint war. Denn die meisten, die kamen, und so viele waren es nicht, haben wohl etwas ganz anderes erwartet.

Denn der Trailer ist - passend zum Film - wieder mal voll Desinformation. Von ihm ausgehend, könnte man meinen, "Fight Club" sei ein Schlägerfilm, etwas mehr im Stile van Dammes oder Chuck Norris, bei dem das Kämpfen im Vordergrund steht, die Ehre und all der Schwachsinn. Aber im Endeffekt ist es ein Kampf der Worte, eventuell auch von Köpfen und mit Fincher natürlich auch der Bilder.

Ich bin ein ziemlich optischer Typ und eine gute Kamerafahrt, ein schöner Schwenk provozieren bei mir Gänsehaut und ein Gefühl, wie nach dem Genuss bester bewusstseinserweiternder Stoffe. Und das hat David einfach drauf. Wie gesagt, der Kameraflug zu Beginn und auch andere optische Effekte - es ist einfach traumhaft.

So, damit lasse ich Dich jetzt alleine. Es gibt vielleicht fünf Filme in dem Jahr - wenn überhaupt -, die ich gesehen habe, und als Muss bezeichnen würde - "Fight Club" ist einer davon. Also tu', was Du tun musst. Mach' Dir ein eigenes Bild.


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Last Update: © madLoOm 21.11.1999