FACE/OFF > BACK - CINEPHREAK 
Face/Off > Goto Movieweb
Mit:
John Travolta, Nicolas Cage, Joan Allen, Gina Gershon, ...

Regie:
John Woo

Links:
Official Homepage
Yahoo! Suchergebnisse
Imdb
MovieWeb
Film.at
Einspielergebnis

Trailer

Kritiken:
[more to come]

[NEWS] Schon der Anfang des Films reißt Dich brutal in die Welt der Charaktere, schon hier werden Eigenschaften der Hauptfiguren gezeigt. Und trotzdem ist es nur eine kleine Andeutung dessen, was Dich im Laufe des Films fast ununterbrochen fesseln wird. Das ist hauptsächlich vier Dingen zu verdanken: Der fabelhaften Regie von John Woo, dem unglaublichen Können von Travolta und Cage - und dem Drehbuch, das zwar nicht unbedingt bedeutend ist, aber doch weit über dem Durchschnitt liegt.

Die Story nur ganz kurz: Nach langer, mühseliger Jagd gelingt es FBI-Mann Sean Archer (John Travolta) endlich, den Terroristen Castor Troy (Nicolas Cage) dingfest zu machen. Allerdings liegt er im Koma, verriet aber kurz zuvor noch, daß er in Los Angeles eine Katastrophe größeren Ausmaßes in die Wege geleitet hatte. Außer ihm weiß davon nur noch sein paranoider Bruder Pollux (Alessandro Nivolo), der durch nichts zum Geständnis gebracht werden kann. Doch es gibt noch eine Hoffnung: Archer schlüpft in die Rolle Troys. Und zwar nicht mittels Verkleidung, nein, dank einer kosmetischen Operation soll er Troy werden, vom Gesicht über die Figur bis zur Stimme...

Selbstverständlich eine schwere Entscheidung für Archer, weil keiner davon wissen darf - und mit schweren Folgen, da Troy aus dem Koma erwacht und sich Archers Gesicht zulegt, während dieser in einem Hochsicherheitsgefängnis versucht, Pollux zum Reden zu bringen. Troy tötet alle, die über diesen Tausch bescheid wissen, übernimmt Archers Rolle in jeder Hinsicht und befreit so seinen Bruder aus dem Gefängnis, während Archer natürlich keinen davon überzeugen kann, daß er gar nicht der wirkliche Troy ist...

Alleine dieser Rollentausch, eigentlich nur der Tausch von Äußerlichkeiten macht den Film spannend - wie das aber die Schauspieler Travolta und Cage meistern, ist einfach großartig. In keiner Sekunde vergißt man, daß da jetzt der eine den anderen spielt. Sie übernehmen jeweils perfekt die Eigenschaften des anderen, so daß natürlich auch die anderen Charaktere den Unterschied wahrnehmen - aber siehe da, auf beiden Seiten in durchaus positiver Weise. Travoltas Troy ist nicht mehr so rücksichtslos und eigensinnig und Cages Archer nicht mehr so verbissen und introvertiert.

Seltsam, wie sehr die beiden dann aber doch auch Teile der jeweils gegensätzlichen Persönlichkeit annehmen oder wie leicht es ihnen fällt, dann gegen die ehemaligen Verbündeten vorzugehen, wenngleich natürlich eher gezwungenermaßen. Da natürlich das Interesse des einen, sein Gesicht wiederzuerlangen, den Plänen des anderen zuwiderläuft. Trotzdem bleibt die Frage, ob die radikale Änderung der Umstände, des alltäglichen Umfeldes tatsächlich so massive Auswirkungen auf die Persönlichkeit des einzelnen hat...

Abgesehen von den darstellerischen Höhepunkten, ist es noch Choreographie der Action, die Kamerarbeit, kurz: Die Technik, die einfach überwältigend ist. Einige dieser Szenen beschwören die Gänsehaut ob ihrer Perfektion geradezu herauf. Ein absoluter Wahnsinn, rasant und unglaublich.

Negative Kritik besteht eigentlich nur am unnötigen Ende des ilms und dem mangelnden Ausbau der weiblichen Hauptrollen, sowohl von Joan Allen (Archers Frau) und vor allem der fabelhaften Gina Gershon (Troys Gespielin). Allerdings fordert der Rollentausch ohnehin die ganze Aufmerksamkeit, so daß es schwierig gewesen wäre, auch noch anderen Charakteren ausreichend Raum zu verleihen.


- BACK | HOME | NEWS | GUESTBOOK | MAIL -
Last Update: © madLoOm 15.11.1999