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Mit:
Arnold Schwarzenegger, Gabriel Byrne, Kevin Pollak, Robin Tunney, Udo Kier, Rod Steiger, ...

Regie:
Peter Hyams

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Trailer

Kritiken:
[more to come]

[NEWS] Oh Arnie, wie tief bist Du gesunken? Jeden Augenblick erwartet man bei "End of Days" ein fettes "Sponsored by Vatikan", musst Du jetzt schon unter der Flagge der katholischen Kirche segeln...?

Ist irgendwie ganz nett, dass sich Arnie mehr zu links bekennt und den Republikanern einen Rüffel erteilt, aber den Propagandafilm für die Kirche hätte er sich sparen können.

Die Effekte sind fein gemacht, und es gibt auch ein paar Szenen, die sind es durchaus wert, sie im Gedächtnis zu behalten, aber der Rest...?

Mir kommt bei all dem Pathos und religiösen Getue schlicht und einfach das Kotzen. Die Kirche mag sich um ihre Schäfchen kümmern und versuchen, den Leuten das Geld abzuzocken, das machen dutzende andere Konzerne auch. Aber im Kino nerven ihre Botschaften einfach, für mich als Atheisten ist das total useless.

Und Arnie kann nicht "Arnie" oder "John" oder "Micheal" heissen, nein, er muss als "Jericho" durch die Gegend rennen, ein besonders häufiger Name unserer Zeit. Des Teufels Begehrte wiederum trägt den Namen Christine - es ist sicher purer Zufall, die Ähnlichkeit zu "Christus"...

Besonders nett find' ich's, das Sex eingesetzt wird, um Satan noch eine Nuance böser erscheinen zu lassen, als ob die Sexualiät nicht eh schon genug verteufelt bzw. stigmatisiert wird.

Im gleichen Atemzug zeigt er, dass alle Frauen sowieso von ihm gefickt werden wollen, dass er es in der Hand hat, sie zu befriedigen. Ein wenig Ironie, oder eher ein Zeichen dafür, dass es Frevel ist, wenn die Frau auch Spass am Sex hat?

Jedenfalls bin ich mir nicht sicher, ob Satan nicht einfach nur ein Mann ist, so wie es sich jeder Mann zu sein wünscht. Flachlegen, was ihm vor's Rohr kommt, und dann auch noch gut dabei zu sein, alle zu verarschen und aus jedem Fight unverletzt rauszukommen, der stärkste und klügste zu sein, zu dem alle aufschauen, dem alle nachlaufen...

Okay, das war jetzt die Retourkutsche, nach dem ich beim Blair Witch Projekt auch ziemlich sexistisch unterwegs war. :-)

Oops, sorry, eigentlich ist es ja ein Unterhaltungsfilm, niemand sollte in ihm Botschaften erkennen oder rauslesen (können). Betrachten wir ihn mal von der Seite.

Ich mag Arnie. Ich hatte Spass an seinen "Terminator"-Filmen, an "True Lies", "Total Recall" und ein paar anderen. Dass er dabei immer wieder die gleiche Rolle spielt, mit den gleichen Gesichtsausdrücken etc, dass er kein guter Schauspieler ist, das nehme ich gerne in kauf, er hat einfach was.

Gabriel Byrne ("Die üblichen Verdächtigen") gibt Satan voller Freude, das war zumindest eine Rolle, die ihm Spass gemacht hat, wenngleich sicher nicht seine beste - noch eine, die ihm entspricht. Aber er hat sicher ganz gut daran verdient.

Ach ja, Satan kommt in Gestalt eines Bankers auf die Erde, die Kapitalistenschweine die, wir haben ja schon immer vermutet, dass die Wall Street eher ein Hort der Hölle ist...

Eigentlich könnte der Film so richtig ironisch sein, aber man wird das Gefühl nicht los, er meint das alles ernst, er will das auch so transportieren, wie er's uns zeigt.

Am lustigsten sind eigentlich die Action-Einlagen, sie haben so was fantastisch Unrealistisches, dass man eigentlich nur mehr drüber lachen kann. Versteh' mich nicht falsch, es muss nicht alles den echten Naturgesetzen genügen, aber man kann's auch übertreiben.

Wenn da Jericho und Christine in einem dahinrasenden U-Bahn-Waggon auf die Lok knallen, und der Zug sich wie eine Ziehharmonika zusammenschiebt, die beiden sich nur an einer Stange anhalten können, von denen der Teufel im Sturz zehn hintereinander abgebrochen hat, und sie dann dennoch unverletzt aus dem Zug springen und weiterlaufen, dann greift man sich doch an den Kopf.

Übrigens: Hollywood übertrifft sich mal wieder selbst - den Teufel an die Wand malen? Einmal ist nicht genug, gleich drei Mal erblickt der Satan persönlich vor dem Millenium das Licht der Welt. In "End of Days" für die Action-Fans, in "Stigmata" für die "Akte-X"-Freunde und in "Die neun Pforten" - da Roman Polanski Regie führt - wohl für die Intellektuellen. Besonders fein: Gabriel Byrne spielt in zweien von diesen eine wesentliche Rolle... Teufel noch mal, fällt denen nix Besseres ein?


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Last Update: © madLoOm 05.12.1999