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Mit:
Téa Leoni, Morgan Freeman, Robert Duvall, Elijah Wood, Vanessa Redgrave, ...

Regie:
Mimi Leder

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Trailer

Kritiken:
[more to come]

[NEWS] Schade. Dreamworks hat noch immer keinen Beweis geliefert, daß es das kreative Studio ist, das uns Spielberg und Konsorten versprachen. "Projekt: Peacemaker" war zwar nicht schlecht, "Mäusejagd" sogar sehr lustig, "Amistad" soll mittelmäßig gewesen sein und "Deep Impact" enttäuscht auch einigermaßen. Scheint so, als würde sich Dreamworks kaum von der Masse abheben...

In Bezug auf "Deep Impact" äußert sich das folgendermaßen: Der Trailer suggeriert einen Actionfilm rund um einen Kometeneinschlag, da ist von Anfang an klar, daß die Story wahrscheinlich dementsprechend unausgegoren ist und zu wünschen übrig läßt. Ist auch nicht so wichtig, läßt man sich halt von Dolby Surround niederblasen und von den tollen visuellen Effekten blenden. Sind doch zusätzlich eine Menge guter Nebendarsteller vorhanden, neben den oben genannten auch noch Blair Underwood ("Im Sumpf des Verbrechens") oder Maximilian Schell ("Little Odessa") und James Cromwell ("Ein Schweinchen namens Babe").

Leider versucht der Film dann aber doch, mehr zu sein. Auf löbliche Art, bringt man doch mit Morgan Freeman ("Hard Rain") einen schwarzen amerikanischen Präsidenten auf die Leinwand, kritisiert man ein bißchen den übertriebenen amerikanischen Ehrgeiz, immer der beste sein zu müssen und überläßt man den Medien ausnahmsweise einmal eine positive Rolle, nämlich die des Informationsanbieters. Auch werden viele kleine Geschichten um die Darsteller gesponnen, wie es sich halt für einen Katastrophenfilm gehört.

Das Ergebnis ist unglücklicherweise Überladung. Die Schicksale der einzelnen Protagonisten mögen gar nicht so uninteressant sein und in einem anderen Film vielleicht sogar von Reiz, doch hier kommen sie einfach nur zu kurz. Die Beziehung von Elijah Wood ("Das Baumhaus") zu seiner Freundin zum Beispiel erscheint völlig überflüssig, sieht man einmal von seinem beispielhaften Heldentum ab.

Und damit sind wir schon beim nächsten Kritikpunkt, da in dem Streifen nämlich derartig selbstlos und vorbildlich gehandelt wird, daß einem schon fast wieder schlecht wird. Niemand erwartet bei einem Film dieser Kategorie Realismus, noch nicht einmal oder erst recht nicht was die Charaktere betrifft, aber der Kitsch und der Pathos werden hier so übertrieben praktiziert, daß es leider das Vergnügen am Film schmälert.

Genug rumgemäkelt. Die Kritik ist nur deshalb so heftig, weil die Erwartungen zu hoch waren. Es gibt ja immerhin auch ein paar löbliche Punkte, allen voran die visuellen Effekte. Es ist einfach geil, wenn eine hunderte Meter hohe Flutwelle über New York hereinbricht und ganze Wolkenkratzer zum Einstürzen bringt und Brücken einreißt oder der Komet spektakulär durch unsere Atmosphäre donnert.

Wie gesagt, auch die Darstellerriege ist hervorragend, zwar nicht allen bekannt, aber dafür solide. Vanessa Redgrave ("Mission Impossible") als Téa Leonis (spielt die Journalistin, die per Zufall die ganze Geschichte um den Kometen aufdeckt) Mutter wirkt angenehm natürlich und Recht witzig auch die Tatsache, daß Téa Leoni ("Bad Boys") mit Gillian Andersons ("Akte X") Synchronstimme spricht, wo sich doch die beiden Schauspielerinnen in Wirklichkeit laut Klatschblätter (nicht, daß ich solche lesen würde ;-)) gegenseitig am liebsten den Schädel einschlagen würden.

Jetzt warten natürlich alle voller Spannung auf "Armageddon" mit Bruce Willis ("Der Schakal"), Liv Tyler ("U Turn"), Steve Buscemi ("Der große Lebowski") und anderen von Michael Bay ("The Rock", "Bad Boys") im Sommer in die Kinos kommt - da erwarte ich mir nun aber wirklich einen "primitiven" Actionfilm, der mir die volle Dröhnung gibt. ;-)


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Last Update: © madLoOm 19.05.1998