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Mit:
Tom Hanks, Helen Hunt, ...

Regie:
Robert Zemeckis

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Kritiken:
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[NEWS] Irgendwie denke ich, dass die Kritiker dem Film unrecht tun. Man hat das Gefühl, dass sie schon bei den Namen Hanks und Zemeckis zu geifern anfangen, und sich gar nicht wirklich auf den Film einlassen. - Hängt natürlich davon ab, wie man den Film sieht, als Produkt zur Unterhaltung oder als Geschichte mit Message.

Als Unterhaltungsfilm funktioniert er sehr gut, ist er sogar mutig, weil ausserordentlich ruhig für eine Big Budget-Produktion. Ist natürlich irgendwo klar, wenn sich der Hauptteil des Films um den Überlebenskampf Hanks' auf einer einsamen Insel dreht. Aber man hätte auch mit Haien, Alligatoren, Eingeborenen und Naturkatastrophen spielen können, was alles ausblieb.

Das legt natürlich den Verdacht nahe, dass Zemeckis uns mit dem Film doch was sagen wollte, aber ich hoffe mal, dass das nicht wirklich seine Priorität war, denn dann hätte er's nicht weit gebracht. Dazu sagt der Film zu wenig aus, beziehungsweise wirkt er viel zu konstruiert.

Es muss ja ausgerechnet jemand sein, der ständig unter Strom steht, der Manager eines Express-Botendienstes, der auf dieser Insel strandet, und so gezwungen ist, noch viel mehr wider seine Kultur zu leben, als ein Sportler oder Lehrer.

Ausserdem hat man sich eines tatsächlich existierenden Botendienstes bedient - Federal Express, und diesen manchmal gar seltsam vordergründig ins Bild gerückt, so dass nur allzu offensichtlich ist, wer hier der Hauptsponsor war. Andererseits - man versuchte es wohl auch nicht abzustreiten oder zu kaschieren, was schon fast wieder zu loben ist.

Eins muss ja man Zemeckis und Hanks schon lassen: Die beiden verstehen ihr Handwerk und zählen nicht umsonst zu den Großverdienern im Business. Hanks bringt seine Wandlung glaubwürdig rüber und trägt den Film auch nichtsprechenderweise über lange Zeit. Auch wenn er natürlich immer übermenschlich ist, so lässt er in seinem hohen Pflichtbewusstsein eins der angespülten Fedex-Pakete bis zum Schluss geschlossen. Natürlich ausgerechnet jenes, auf dem Engelsflügel abgebildet sind...

Immerhin hält sich der Film ansonsten mit spirituellen Symbolen sehr zurück, setzt mehr auf Humor und - dafür da wieder übertrieben - auf die menschliche Willenskraft. Manchmal fragt man sich, wie Hanks trotz seltsam gesetzter Prioritäten so lange in dieser Einsamkeit überlebt.

Auch das Ende finde ich längst nicht so übertrieben, wie andere Kritiker meinen... Okay, natürlich ist es kitschig, aber doch wieder nicht so, wie man es für ein Mainstream Happy End erwarten würde...

"Cast Away" war also ein sehr guter Unterhaltungsfilm, toll bebildert und gespielt, auf dem Stand der Technik, mit einem feinen Maß an Humor inszeniert und ziemlich spannend...

Kann sein, dass es nur mir so gegangen ist, aber wär's nicht möglich, dass man sich ein wenig an M. Night Shyamalans ("Der sechste Sinn", "Unbreakable") Art zu inszenieren erinnert fühlt, wenn viele Einstellungen so betont ruhig sind, und beinahe gänzlich auf einen Soundtrack verzichtet wird?

*gg* Ein Freund erinnerte mich an eine zentrale "Figur" des Films, die in der Kritik eindeutig zu wenig - nämlich gar nicht - gewürdigt wurde. Dabei ist 'Wilson' die einzige Bezugsperson Tom Hanks' auf der Insel. Ungleich des berühmten Mr. Wilson aus der genialen TV-Serie "Hör mal wer da hämmert", von dem man nie das Gesicht sieht, ist der hiesige Mr. Wilson nur ein Gesicht.

Um genauer zu sein, ist er ein auf einen Volleyball der Firma "Wilson" aus Blut gemaltes Gesicht.

Auf diese Weise kommt Hanks' Charakter Chuck Noland (mir fällt grade auf, dass der Name vielleicht etwas zu sprechend ist) wenigstens zu einem Dialogpartner, was wohl nicht zuletzt für's Publikum ganz angenehm ist, weil's sonst wirklich nur schweigen wäre - und man in einem Film sonst nur schwer transportieren kann, wie's in jemandes Gedanken zugeht...

Zudem sieht Wilson auch ziemlich cool aus, und hat wahrscheinlich bald jedermanns Sympathie - vor allem auch, weil sich in der trauten Zweisamkeit der beiden auch so manche witzige Situation ergibt.

Man kann die emotionale Bindung, die zwischen ihnen entsteht, sehr gut nachvollziehen - man vermisst ihn am Schluss richtig. Liegt vielleicht daran, dass er von sehr umgänglicher Art ist... ;-)))


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Last Update: © madLoOm 14.01.2001