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James Bond - Die Welt ist nicht genug > Goto Movieweb
Mit:
Pierce Brosnan, Sophie Marceau, Robert Carlyle, Denise Richards, Robbie Coltrane, Judi Dench, Desmond Llewelyn, John Cleese, ...

Regie:
Michael Apted

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Kritiken:
[more to come]

[NEWS] Ich liebe Pierce Brosnan, Mann, ich mochte schon seine "Remington Steele"-Serie, hab' sie bis zum Abwinken gesehen, mir sogar selbst ein Hörspiel draus gebastelt - das muss aber wohl auch schon wieder Jahrzehnte her sein. Umso feiner, dass er jetzt als begehrtester Agent aller Zeiten, als fast-bester Bond agiert, James Bond.

Schade nur, dass ihm "Die Welt ist nicht genug" Kopfschmerzen zu bereiten schien, jedenfalls wirkte er etwas verkrampft. Vielleicht wollte er aber auch nur besonders britisch wirken.

"Der Morgen stirbt nie" habe ich leider verpasst, aber bei "Goldeneye" hatte man das Gefühl, die Reanimation der Serie hat funktioniert. Auch wenn es eine seltsame Mischung aus Sentimentalitäen und Zugeständnissen an die Neunziger war.

Dass die aktuellen Filme nicht mehr mit jenen aus der Connery oder Moore-Zeit zu vergleichen sind, ist irgendwo klar - Actionfilme gibt's en Masse und einen neuen spektakulären Stunt zu entwickeln grenzt an ein Ding der Unmöglichkeit.

Kann also Bond mit diesen anderen Produktionen mithalten? Ja, und zwar auch gerade weil er immer noch wie seine Vorgänger gemacht wird, und dadurch wirkt er einfach anders als aktuelle Hollywood Produktionen.

Der Nachteil ist, dass der Film immer irgendwie alt wirkt, nicht so, als wäre er gerade in die Kinos gekommen. Und das funktioniert wohl nur, weil Bond eine Marke ist. :-)

Neu ist ja, meinen jedenfalls alle, dass die Bondgirls nicht mehr solche *Frauchen* sind, sondern emanzipierter, intelligenter - und halt noch mehr sexy. In Ansätzen, vielleicht, ansonsten sind sie eigentlich nur die Mädels, die Bond früher oder später flachlegt.

Überrascht war ich von der Performance Denise Richards. Bisher fand ich diese Barbie Puppe ziemlich stupide, in "Wild Things" und "Starship Troopers" nervte sie nur. Aber ausgerechnet hier in Bond bewies sie sowas wie Widerspenstigkeit und andere Qualitäten als den lebendigen Kleiderbügel zu geben.

Die Wahl der Titelsonginterpreten war in den letzten Jahren genial. Zuerst Tina Turner für "Golden Eye", beim letzen Mal Sheryl Crow und auch Moby und jetzt - Garbage. Das sorgt für Abwechslung, und zwar jedesmal sehr gute. Allerdings fand ich den Vorspann vom aktuellen Bond visuell nicht sooo berauschend.

In einem Interview meinte Brosnan zu dem Product Placement in den Bondfilmen, dass das meist sehr elegant gelöst werden würde. Entweder er hatte ein restriktives Dialogbuch für die Interviews erhalten, oder er wollte die Bondsche Ironie ins Real Life transferieren. So offensichtlich, wie in "Die Welt ist nicht genug" Marken beworben werden, ist das schon wieder eine Klasse für sich.

Als er zum Beispiel eine Türe knacken will, benutzt er dazu eine manipulierte Visa-Karte, und das kleine Ding prangt plötzlich - wenn auch nur kurz - auf der Leinwand.

Nicht, dass ich ein Gegner davon wäre, eher im Gegenteil, es ist durchaus eine legitime Art der Finanzierung und sorgt bei mir höchstens für Heiterkeit.

Seltsam eigentlich, dass sich die Bond-Filme so sehr modernen Trends verweigern. Zwar stehen hier auch dutzende Flachbildschirme rum, aber in einer der Stuntsequenzen fährt Bond noch immer Ski, anstatt das trendigere Snowboard zu nehmen - wahrscheinlich entspricht das eher seiner distinguierten Arroganz.

Ein Bond noch, dann tritt Pierce Brosnan ab (oder nicht?), im nächsten Teil wird Q (oder nicht?) abgelöst... Es tut sich was (oder nicht?), und das hoffentlich noch lange...


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Last Update: © Stephan P Rebernik 18.12.1999