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[NEWS] Ich mag Renny Harlin nicht. Nein,
Renny Harlin mag ich wirklich nicht. Da muss er mit
"Stirb langsam II"
die Kontinuität einer der besten Filmserien der Welt unterbrechen,
dann baut er mit
"Cutthroat Island"
Mist, nur damit seine Braut
Geena
eine emanzipierte Piratin sein darf, dann langweilt er
- munkelt man jedenfalls - mit
"Tödliche
Weihnachten" (wohl auch wieder seiner Geena zuliebe). Einzig
"Cliffhanger"
soll gut gewesen sein, dabei bin ich aber eingeschlafen.
Mit "Deep Blue Sea" setzt er diese Serie fort, dieses
Mal war ich aber darauf vorbereitet, so dass der Film
immerhin in die Kategorie "besser als erwartet" fällt. Was nicht
viel heisst, da ich davon ausging, dass mir totaler Müll
vorgesetzt wird.
So schlimm war's nicht, ausserdem wurde ich durch die Frage, was
Samuel
L. Jackson ("Jackie Brown")
dort verloren hatte, einigermassen abgelenkt. Er ist allerdings auch schon
wieder der einzige Lichtblick bei dem Gemetzel.
Na ja, okay, die Effekte waren auch ziemlich okay, die Haie kamen meistens
wirklich gut rüber, bis auf ein paar Schnitzer, die aber verziehen
werden können. - Wenn die Haie nur nicht so übertrieben dargestellt
worden wären. Sie mögen zwar besser als bei
"Der
weisse Hai" gemacht sein, reichen aber lange nicht an die Klasse diesen
Films ran.
Die Story hat's ja schon in sich. Nicht nur, dass eine haarsträubende
Kette an Zufällen die Story erst ermöglicht, nein,
es gibt auch eine Moral von der Geschicht'.
Wie kommt's denn dazu, dass die Haie die Chance erhalten, sich
an jenen zu rächen, die sich an ihnen versuchstechnisch vergangen
haben?
Zufällig soll gerade das Budget für die Versuchsreihe
gestrichen werden, weshalb zufällig der Oberboss mit zur Station
fliegt, was zufällig kurz vor'm Wochenende ist, an dem natürlich
98% der Belegschaft die Station verlassen. Zufällig braut sich ein
Sturm zusammen (wobei man sich fragt, wie die Station, die zum grössten
Teil kaum einen Metter über das Wasser ragt, ähnliche Stürme
bisher überstanden haben könnte), zufällig wirkt diese Station,
obwohl in das Projekt bereits Unmengen an Knete geflossen sind, total baufällig,
und zufällig entschliessen sich die Haie genau in dieser Nacht, zuzuschlagen.
Ihr erstes Opfer soll - obwohl der Sturm schon heftigst im Gange ist - mit
Hubschrauber gerettet werden, doch zufällig versagt die Seilwinde, die den
Mann an Bord hieven sollte, und zufällig...
Sehr originell, was?
Und die Botschaft? Natürlich, dass Gentechnik böse
ist, sehr populär in unserer politisch korrekten Zeit. Ergo
müssen auch alle dafür büßen, die sich mehr
oder weniger aktiv daran beteiligt haben. Nur der Haidompteur und
der Koch dürfen überleben, weil die beiden ja nicht wussten,
was um sie herum geschieht.
Neee, ehrlich, rausgeschmissenes Geld, wenn man sich den Film
im Kino ansieht. Eher was für eine lange Video-Nacht, so zum
Schluss, wenn eh keiner mehr richtig zu sieht, oder die Hälfte
schon pennt, oder man müde genug ist, um noch auf die Schockeffekte
anzuspringen. :-) |