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Mit:
Johnny Depp, Penélope Cruz, Franka Potente, ...

Regie:
Ted Demme

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Trailer

Kritiken:
[coming]

[NEWS] Drogen sind ja eigentlich schon ein heikles Thema. Gerne wirft man alle in einen Topf, und prinzipiell sind alle verwerflich, ausser, darauf hat man sich geeinigt, Alkohol. Begründen kann's keiner, aber wirklich zu fragen traut sich auch niemand. Warum Mensch überhaupt Drogen braucht, ist die andere große Frage, worauf eigentlich auch keiner eine sinnvolle Antwort zu geben vermag.

Es ist jedenfalls alles höchst moralisch, und wie auch immer man seinen Standpunkt anlegt, man läuft schnell Gefahr, schubladisiert zu werden - oder gar kriminalisiert. Neuerdings ist's in Ösiland ja sogar verboten, im Internet (oder sonstwo) zu behaupten, Cannabis-Konsum wäre ungefährlich oder gar richtiggehend angenehm.

Hinzu kommt noch, dass man ja heute möglichst auch Position beziehen muss - neutral zu sein, das zeigt sich nicht nur in der Hinsicht unserer verstaatlichten Neutralität, ist out. Das zwingt viele Unwissende dazu, eine Stellungnahme abzugeben, die der Realität nicht weiter entfernt sein könnte. Oder auch viele wider besseres Wissen, um ihre Unterwürfigkeit zu demonstrieren oder auch ihre Macht auszuüben, zu argumentieren.

"Blow" bildet da eine angenehme Ausnahme. Natürlich ist der Film nicht frei von Tendenzen, die sehr dem (konservativen) Mainstream entsprechen, aber er erzählt vor allem seine Story, und wertet kaum. Das bringt ihm einen gehörigen Pluspunkt gegenüber dem ansonsten besseren "Traffic", das mir wesentlich "moralischer" in Erinnerung ist, wenngleich auch noch im Rahmen.

Über den Rest mag man streiten. "Blow" folgt eine wahren Geschichte, und wie "wahre Geschichten" in Hollywood behandelt werden, ist hinlänglich bekannt. Noch behauptet man dort drüben neben Kommerz auch Kunst abzuliefern, und die dabei herausgenommene Freiheit verzerrt natürlich das Bild.

So ist es recht unwahrscheinlich, dass ein so lieber Kerl wie der von Johnny Depp gespielte George Jung in einem so brutalen Business wie dem Drogenhandel so weit kommt - selbst wenn er einer der Pioniere war, was die Region USA betrifft. Auch seine Naivität kann kaum so weit gediehen sein, wie im Film geschildert. Aber gut, um halbwegs die Produktionskosten wieder einzuspielen, muss der Hauptcharakter wohl sympathische Züge haben, wer wollte ihn sonst schon sehen?

Ansonsten ist "Blow" sehr routiniert aufgenommen, ohne größere Besonderheiten, im Gegenteil, einige Details sind offensichtlich den bekannteren (und besseren) Produktionen des Genres entnommen. Aber gut geklaut ist halb gewonnen.


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Last Update: © madLoOm 13.08.2001