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Mit:
Jack Nicholson, Helen Hunt, Greg Kinnear, Cuba Gooding jr., ...

Regie:
James L. Brooks

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Trailer

Kritiken:
[more to come]

[NEWS] Stell' Dir vor, Du bist mit jemandem unterwegs, und er geht Dir auf die Nerven. Würdest Du ihm das sagen? Oder würdest Du höflich bleiben und warten, bis die Angelegenheit vorüber ist? Jack Nicholson spricht sich aus. Er darf das in diesem großartigen, bissigen Film, der natürlich auch zu einem Großteil von ihm lebt, dem Mann mit dem Grinsen. Natürlich ist Jack nicht auf beliebige Art gemein (bzw. ehrlich) zu seinen Mitmenschen, Melvin Udall - die von ihm gespielte Figur ist krank. Hochintelligent, aber unfähig, mit anderen Menschen umzugehen. Leidtragende sind alle, sein schwuler Nachbar, die mittellose Kellnerin, seine Fans (er ist Bestsellerautor) - wer auch immer versucht, mit ihm zu interagieren, bekommt seine "Feinfühligkeit" zu spüren. Einzig diese Kellnerin weiß einigermaßen mit seinen Attacken umzugehen, und sie ist es auch, die ihn zwingt, sich zu ändern, oder zumindest um Änderung zu bemühen. Sie und der Hund des Nachbarn, den er übernehmen muß, nachdem dieser ausgeraubt und zusammengeschlagen wurde...

Das bietet schon Stoff für feine Dialoge und die sind dem Drehbuchautor Mark Andrus wirklich gelungen, zu Recht wurde er deswegen für den Oscar nominiert. Er begnügt sich nicht mit bravem Humor, verfällt aber auch nicht ins Dumme oder Slapstick. Politische Unkorrektheit in ihrer besten Form, wenn eben Schwule, Arme, Schwarze, Frauen, Juden und andere ihr Fett abbekommen. Die Story selbst, die Kellnerin verliebt sich nach und nach in das Ekel, ist weniger originell - aber von allen brilliant gespielt, wobei es besonders Helen Hunt nicht leicht hatte, trotz des übermächtigen Jack noch die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dieser wiederum verläßt sich ganz auf sein Mienenspiel und seine Ausstrahlung, um den Film zu tragen, mit Erfolg.

Kleinigkeiten machen "Besser geht's nicht" liebenswert. Daß ein kleiner Junge und ein winziger Hund involviert sind, erscheint zunächst als billiger Trick, weil natürlich jeder weiß, daß man laut Hollywood diesen Lebewesen kaum widerstehen kann, noch nicht einmal so ein widerspenstiger Typ wie dieser Melvin. Aber auch sie bekommen seinen derben Humor zu spüren und erst langsam, mehr durch die Kellnerin als die "natürliche" Wirkung von Kindern und Tieren erfolgt eine Veränderung in ihm.

Am besten läßt sich die Qualität des Films vielleicht durch seine Wirkung auf den Zuschauer, oder wenigstens auf mich, denn für alle kann ich kaum sprechen, beschreiben: "Besser geht's nicht" zauberte fast permanent ein Schmunzeln in mein Gesicht und sorgte für ständige Heiterkeit, gepaart mit dem Interesse daran, wie ein Mensch so ist, ohne dem, was wir im allgemeinen die kleinen alltäglichen Lügen nennen könnten, Höflichkeit, Respekt und Rücksichtnahme, dem die Empathie fehlt. Der gleichzeitig voller Egoismus ist und in sich selbst das Zentrum des Universums sieht. Im Grunde genommen ist er also ein ganz normaler Mensch, dem manche wahrscheinlich die Tugend der Ehrlichkeit attestieren würden. Daß die in seinem Fall zur Einsamkeit führt, welche wiederum verhinderte, daß er seine soziale Intelligenz ausbauen konnte, ist eine andere Geschichte.


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Last Update: © madLoOm 17.07.1999